haus.kultur 2021

16.07.2021 – 25.09.2021

Um Beziehung aufzunehmen, bedarf es immer auch der Begegnung. Besonders die Kunst und mit ihr die Musik leben vom öffentlichen Raum, vom analogen Sich-Begegnen und gegenseitigen Finden. Der virtuelle Raum konnte das kulturelle Vakuum des letzten Jahres zwar ein wenig mit künstlerischer Luft befüllen, dem gemeinsamen freien Atmen fehlte jedoch die Möglichkeit eines beziehungsfähigen Dialogs. Den einzigartigen „Duft“ der Musik, der sich bei Konzerten stets entfaltet, kann der Digitale Raum ja kaum vermitteln…

Das Bedürfnis von uns Künstlerinnen und Künstlern, in der realen Welt auf unterschiedlichsten Bühnen vor unser Publikum zu treten, ist wie das emotionale Erlebnis eines Konzertbesuchs eine wunderbar bleibende Erfahrung für beide Seiten. Diese Synergie ist die Essenz, wofür die haus.kultur steht und worum sie sich seit acht Jahren so erfolgreich bemüht: Begegnung und Beziehung im Lebensraum der Menschen!

haus.kultur 21 bedeutet heuer 14 Konzerte und Begegnungsorte, mehr als je zuvor, und „Nachbarschaften“ als tragendes Element des Festivals beziehen sich auf Programm und Konzertorte gleichermaßen. Neben den Grazer Siedlungsräumen unseres Partners, der Wohnbaugruppe ENNSTAL, bietet das Volkskundemuseum gleich vier Konzerten stimmungsvollen Raum, ebenso die ÖBB-Montagehalle am Hauptbahnhof mit dem Abschlusskonzert. Neu im Programm – und darauf freue ich mich besonders – sind der Dom im Berg/Graz und zwei intime Konzerte unter freiem Himmel im sommerlichen Forst meiner Heimatgemeinde Gratwein-Straßengel.

Künstlerisch begeben wir uns zu musikalischen Reisen über Böhmen & Mähren bis nach Polen, gleich unmittelbar über den Gartenzaun zu mitreißender Blasmusik samt steirischem Rap, und Richtung Süden nach Italien und auf den Balkan. Barock und Jazz haben in der haus.kultur ebenso ihren Fixplatz wie akustische Filmabende. Eine furiose italienisch-steirische Hommage zum 100. Geburtstag von Astor Piazzolla komplettiert unser Programm 2021.

Einige herausragende internationale Musiker werden unser Festival mit ihrem künstlerischen Input enorm bereichern: Das weltbekannte Aushängeschild jiddischer Musik Andrè Ochodlo, die Publikumslieblinge Stefano Bagliano aus Genua und Chen Zimbalista aus Tel Aviv, das kongeniale Tangoduo Bandini & Chiachiaretta und das Prager Duo Jedlinsky & Fischer.

Wir freuen uns schon auf Sie – ganz real und analog!

Ihr
Erich Oskar Huetter