Die Musik des Barock und der Spätrenaissance ist sein Metier. Der gebürtige Römer studierte erst klassische Gitarre bei Sergio Notaro, später folgte ein Studium der Laute bei Diana Poulton. Weiterführende Studien führten ihn mit staatlichen Stipendien in die Niederlande und nach Großbritannien, wo er unter anderem am Royal College of Musicin London das Konzertdiplom für Laute und Alte Musik erwarb. Am Conservatorio Santa Ceciliain Rom folgte noch ein weiteres Diplom für Laute.

Danach begann er ein Gesangsstudium am Conservatoire de Musique in Menton(F), das er bei Marc Vento und Michel Geraud ebenfalls mit einem Diplom beendete.

In den letzten 25 Jahren gab Frederico Marincola zahlreiche Solokonzerte und spielte mit verschiedenen Ensembles für Alte Musik in ganz Europa. 1986 führte ihn eine Solotournee auch nach Indien, Bangladesh, Nepal und Sri Lanka. Er spielte in zahlreichen Barockopern und in den berühmtesten Opernhäusern Italiens wie der Mailänder Scala, Teatro San Carloin Neapel oder Teatro dell‘ Operain Rom. Für die amerikanische Gesellschaft für Laute war er über den Sommer 1998 als Lehrer und Solist in Columbus (OH) tätig.

Zahlreiche Ton-Aufnahmen mit Orchestern und kleineren Ensembles sowie Rundfunkauftritte in Italien, der Schweiz, dem Vatikan, Jugoslawien, Indien und Sri Lanka zeugen von seinem musikalischen Schaffen. Darunter eine CD mit Pierre Verany Disques mit Stücken aus den Stücken für Laute von Vincenco Capirola (1992), Stücke für Laute und Renaissance-Gitarre vom französischen Komponisten Guillaume Morlay (1993) und eine dritte CD mit Stücken für Laute von Anthony Holborne (1995). Besonders diese drei Aufnahmen wurden von der internationalen Fachpresse hoch gelobt.

Frederico Marincola benutzt eine Spieltechnik, die auf wissenschaftlichen Abhandlungen und ikonographischen Darstellungen mittelalterlicher Quellen beruht. Es ist von eminenter Bedeutung, über profunde Kenntnisse der ursprünglichen Spiel- und Fingertechnik und der damaligen Interpretationsregeln zu verfügen, um die Werke für Laute aus dem 16. und 17. Jahrhundert auch überzeugend vortragen zu können.

In den letzten Jahren beschäftigte er sich auch intensiv mit der Soziologie, in der Überzeugung, dass diese Studien für das Verständnis „dieser Zeit“, in der eine Vielzahl an Werken entstanden ist, eine große Hilfe darstellt.

Als Musiker ist Frederico Maricola an der Compagnie de Musique et Theatre Picatrixin Menton engagiert und Teil des Ensembles Orfeo Isulanuvon Ajaccio.

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